Welcome

to the homepage of

Department of Livestock Infectiology and Environmental Hygiene

Head of the Department


Das Fachgebiet Infektions- und Umwelthygiene bei Nutztieren (460e),

AG PD Dr. Wolfgang Beyer, vergibt folgende


Themen für Bachelor- und/oder Masterarbeiten



Etablierung und Nutzung genomischer Typisierungsmethoden für bakterielle Krankheitserreger von Tier und Mensch

Molekularbiologische Typisierungsmethoden für bakterielle Seuchenerreger sind geeignet, Tierseuchen nach den verursachenden Ausbruchsstämmen zeitlich und räumlich zu differenzieren, d. h. deren Quelle zu identifizieren und die Ausbreitung sowie ihre (evolutionären) Veränderungen zu verfolgen. Darüber hinaus lassen die in Datenbanken gespeicherten „Genotypen“ von Ausbruchsstämmen epidemiologische Schlussfolgerungen über lange Zeiträume zu. Die gegenwärtig wichtigsten Typisierungsmethoden sind, unter anderen, die Multi-Locus-Sequenztypisierung (MLST), die Multi-Locus-VNTR-Analyse (MLVA), die Single-Nucleotid-Polymorphismus (SNP) Analyse und die Single-Nucleotid-Repeat (SNR) Analyse. Die Auswertung der experimentellen Daten erfolgt mittels Cluster- und Minimum-Spanning-Tree Analysen unter Nutzung des Software-Pakets Bionumerics. Am Institut 460 sollen entsprechende Methoden für Brucella spp., Bacillus spp., Mycobaterium spp. und Salmonellen weiterentwickelt bzw. neu etabliert werden. Im Projekt werden theoretische und praktische Kenntnisse zur Mikrobiologie und Molekulargenetik der Bakterien sowie zu molekularbiologischen Typisierungsmethoden und deren programmgestützten Auswertung erworben.


Durch Bakteriophagen vermittelte Übertragung von Resistenzgenen bei medizinisch relevanten Bakterienspezies und in biotechnologischen Prozessen

Bakteriophagen sind eine attraktive Alternative zu Anwendung von Antibiotika, insbesondere bei der Behandlung von Infektionen mit multiresistenten Bakterien. Darüber hinaus spielen sie eine nicht zu unterschätzende Rolle bei jeder Form von biotechnologischen Prozessen.

Für ihre gezielte Anwendung sind jedoch eine Reihe offener Fragen zu klären.

Bakteriophagen können sich zeitweilig in das Genom ihres Wirtsbakteriums integrieren (Lysogenie). Bei der Rückkehr zur lytischen Lebensweise können sie dann Gene ihres Wirts (Donor) auf einen Empfänger (Rezipienten) übertragen. Dieser Mechanismus gehört zum natürlichen System des „horizontalen Gentransfers“. Im Fall der Übertragung von Resistenz- oder Virulenzgenen zwischen pathogenen Bakterienspezies ist dieser Mechanismus unerwünscht. In Transduktionsstudien im Labor soll mit bereits vorhandenen oder neu isolierten Phagen die Übertragung von Resistenz- und Virulenzgenen getestet werden. Im Projekt werden theoretische und praktische Kenntnisse zur Bedeutung von Bakteriophagen für medizinische und ökologische Fragestellungen erworben.


Vermehrung von aus Bacillus spp. isolierten Bakteriophagen und Charakterisierung ihrer Wirkung auf den Phänotyp des bakteriellen Wirts.

Temperente Bakteriophagen von Bacillus spp. können den Phänotyp des Wirts, z. B. die Fähigkeit zur Sporulation, die Vermehrung oder das Überleben in Biofilmen verändern. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die Lebens- und Überlebensweise der Bakterien und damit für ihre Verbreitung als Krankheitserreger.

Im Projekt sollen Bakteriophagen aus Bacillus-Feldstämmen isoliert, vermehrt und auf Labor-Teststämme übertragen werden. In diesen wird geprüft, ob und wie der Phage den Phänotyp des Wirts verändert. Weiterführende genetische Studien können die Ursache der phänotypischen Veränderungen untersuchen. Im Projekt werden theoretische und experimentelle Kenntnisse zur Mikrobiologie und Molekulargenetik der Bakterien und zur Interaktion von Bakteriophagen und ihren Wirten erworben.



Verhalten von mit Bakteriophagen infizierten Bazillusstämmen, einschließlich Bacillus anthracis, in Umweltproben und Bodenorganismen

Temperente Bakteriophagen von Bacillus spp. können den Phänotyp des Wirts, z. B. die Fähigkeit zur Sporulation, die Vermehrung oder das Überleben in Biofilmen verändern. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die Lebens- und Überlebensweise der Bakterien, sowohl in der Umwelt als auch in lebenden Organismen.

In Mikrokosmos-Studien soll das Verhalten von phageninfizierten Bacillus-Stämmen in Bodenproben und Bodenwürmern untersucht werden.

Im Projekt werden theoretische und praktische Kenntnisse zur Mikrobiologie, Ökologie und Molekulargenetik der Bakterien, zur Interaktion von Bakteriophagen und ihren Wirten sowie zum Zusammenwirken von Bakteriophagen, ihren Wirten und deren Umwelt erworben.





Interessenten melden sich bitte bei

PD Dr. Dr. Wolfgang Beyer

Garbenstraße 30

e-mail: wolfgang.beyer@uni-hohenheim.de